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FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Winterhilfe



Woher stammt der Name „Winterhilfe“

Die Winterhilfe wurde 1936 während der grossen Weltwirtschaftskrise von namhaften Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft als „Schweizerische Winterhilfe für Arbeitslose“ ins Leben gerufen. Damals herrschten Arbeitslosigkeit und düstere Zukunftsaussichten. Ziel war es, den Notleidenden beizustehen und ihnen zu helfen, den harten Winter besser zu überstehen. Auch heute noch ist die Winterhilfe ein Hilfswerk, das nur Bedürftige in der Schweiz unterstützt. Die Winterhilfe ist ganzjährig tätig.

Was macht eigentlich die Winterhilfe?

Die Winterhilfe lindert Auswirkungen der Armut und überbrückt Notlagen in der Schweiz, indem sie Einzelhilfe an Personen leistet, die aus finanziellen, sozialen oder anderen Gründen unterstützungsbedürftig sind. Die Winterhilfe leistet nicht nur Nothilfe sondern, ergänzend, auch nachhaltige Hilfe. Die Leistungen der Winterhilfe ersetzen nicht Sozialleistungen der öffentlichen Hand oder Versicherungen; sie ergänzen diese nur. Die Winterhilfe hilft mit finanziellen Zuwendungen und Sachleistungen.

Welche Leistungen erbringt die Winterhilfe konkret?

  • Übernahme von dringenden Rechnungen (z.B. Zahnarzt, Brillen, Strom)
  • Einkaufsgutscheine für Güter des täglichen Bedarfs und Bezugsausweise für Lebensmittel
  • Sachleistungen (Kleiderpakete, Betten, Nähmaschinen)
  • Information über weitergehende Hilfemöglichkeiten und Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen

Wem hilft die Winterhilfe?

Unterstützt werden Menschen, welche am Existenzminimum leben. Es geht vor allem um die Überbrückung von Notlagen und den Erhalt der sozialen Integration. Ergänzend hilft die Winterhilfe auch nachhaltig, in dem Sinne, dass die Leistungen als Hilfe zur Selbsthilfe die Situation der Hilfesuchenden längerfristig verbessern und das neue Entstehen von Notlagen verhindern. Beispiel: Unterstützung geeigneter Aus- und Weiterbildungen.

Wie ist die Winterhilfe organisiert?

Die Winterhilfe Schweiz ist ein gemeinnütziger Verein, der konfessionell und parteipolitisch neutral ist.

Die Winterhilfe ist ein gesamtschweizerisch tätiges Hilfswerk. Für die Realisierung der Ziele der Winterhilfe sind neben dem Zentralverband vor allem die 27 rechtlich selbständigen Kantonalorganisationen und ihre gegen 400 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verantwortlich.

Die Winterhilfe Schweiz und ihre 27 Kantonalorganisationen sind allesamt Träger des ZEWO-Gütesiegels.

Woher stammen die Gelder der Winterhilfe?

Die Unterstützungsleistungen der Winterhilfe werden finanziert durch Spenden, die aus schweizweiten und kantonalen Sammlungen stammen, durch Schenkungen, Legate und Erbschaften sowie den Verkauf von gesundheitsförderndem Birnel (Birnendicksaft).

Erhält die Winterhilfe regelmässig Subventionen vom Staat?

Nein. Die Winterhilfe will keine Mittel des Staates. Sie will nur den Spendern und den Hilfsbedürftigen verpflichtet sein. Hingegen ergänzt die Winterhilfe die Leistungen der öffentlichen Hand.

Wie werden die Spendengelder eingesetzt?

Die Winterhilfe geht mit ihren Spendengeldern sehr sorgfältig um. Seit 1936, ihrem Entstehungsjahr, garantiert die Winterhilfe, dass die Gelder wirklich nur dort eingesetzt werden, wo echte Not herrscht. Dank der extrem schlanken Administration ist sichergestellt, dass die notwendigen Tätigkeiten mit möglichst tiefen Kosten abgewickelt werden können. 

Wie viel von jedem Spendenfranken geht in die Hilfe?

Die Winterhilfe könnte ihre umfassenden Leistungen allein aus Sammelspenden gar nicht erbringen. Erst eine Mischung aus Sammelspenden, Schenkungen, Legaten und dem Verkauf von Produkten wie Birnel ermöglicht die breite Hilfstätigkeit der Winterhilfe.

Generell lässt sich sagen, dass von einem Franken rund 70 Rappen für die Hilfe verwendet werden. Rund 30 Rappen werden für Fundraising- und administrative Aufwendungen eingesetzt. Die Winterhilfe ist mit dem Gütesiegel der ZEWO ausgezeichnet. Und das Gütesiegel erhält nur, wer die sehr strikten Auflagen der ZEWO auch in Bezug auf die Finanzen erfüllt.

Wie transparent ist die Winterhilfe?

Transparenz ist der Winterhilfe wichtig. Die ausführlichen Zahlen können über www.winterhilfe.ch angeschaut oder bei der Winterhilfe Schweiz in Zürich bestellt werden.

Können Spenden an die Winterhilfe von den Steuern abgezogen werden?

Die Winterhilfe Schweiz und alle ihre 27 Kantonalorganisationen haben das Gütesiegel der ZEWO. Spenden an Hilfswerke mit ZEWO-Gütesiegel können sowohl bei der direkten Bundessteuer, als auch bei den Kantons- und Gemeindesteuern in Abzug gebracht werden. Detaillierte Informationen zu den Abzügen finden sich im entsprechenden Merkblatt der ZEWO (www.zewo.ch/pdf/steuerabzug_d_08.pdf)

Warum erhalten Sie ungefragt Post von der Winterhilfe?

Die Winterhilfe Schweiz führt im Spätherbst eine gesamtschweizerische Sammlung durch; die kantonalen Organisationen im Oktober kantonale resp. regionale Sammlungen. Die Spenderinnen und Spender oder Interessierte erhalten so maximal 5-6 mal jährlich Unterlagen der Winterhilfe. Die Winterhilfe will die Bevölkerung auf tatsächlich existierende Not in der Schweiz aufmerksam machen.


Was tun, wenn Sie keine Post mehr von der Winterhilfe erhalten wollen?

Wer definitiv keine Post mehr von der Winterhilfe erhalten will, kann das der Winterhilfe mitteilen. Als Hilfswerk mit ZEWO-Gütesiegel berücksichtigt die Winterhilfe selbstverständlich dieses Anliegen. Allerdings ist etwas Zeit nötig, um dem Wunsch nachzukommen, denn bei grossen Versänden sind die Rückmeldungen oft zahlreich.

Wer keinen Kontakt mit der Winterhilfe aufnehmen möchte und definitiv keine Post mehr von der Winterhilfe erhalten will (was schade wäre!), schickt den Brief frankiert der Winterhilfe zurück mit dem Vermerk «Refusé – bitte aus der Adresskartei streichen».

Warum ist die Winterhilfe an der TexAid beteiligt?

Kleidersammlungen sind traditionell ein Betätigungsfeld von karitativen Organisationen. Historisch wurden Kleiderspenden zur Direkthilfe verwendet. Die Winterhilfe Schweiz, die zusammen mit fünf weiteren ZEWO-anerkannten Schweizerischen Hilfswerken (Rotes Kreuz, Caritas, Arbeiterhilfswerk, Kolpingwerk, HEKS) an der TexAid beteiligt ist, erhält aus den Verkaufserlösen der gespendeten Kleider Geld. Dieses Geld fliesst wiederum direkt in die Hilfstätigkeit in der Schweiz, u.a. in die Kleiderhilfe der Winterhilfe.

Die Winterhilfe ist an der TexAid beteiligt. Die TexAid verkauft aber Kleider in Entwicklungsländer und schadet dort nur.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Import von Alttextilien der Entwicklung der lokalen Textil- und Bekleidungsindustrie nicht schadet. Im Gegenteil: die Weiterverarbeitung und der Handel mit gebrauchten Textilien sind ein wesentlicher Wirtschaftsbereich, der tausenden Menschen in den untersuchten Ländern eine Existenz sichert, während in der Schweiz der Erlös aus den Kleidersammlungen wiederum Bedürftigen in der Schweiz zufliesst.

Werden in der Schweiz gesammelte Kleider auch in der Schweiz wieder verwendet?

Wer Kleider spendet, tut zweimal Gutes: Kleiderhilfe ist Nothilfe und Umweltschutz zugleich. Selbstverständlich erhalten Hilfsbedürftige von der Winterhilfe in der Schweiz gesammelte, gebrauchte Kleider.