In den vergangenen Tagen wurde in den Medien, v.a. Sonntags-Blick, über die TEXAID berichtet. Im Zentrum der Berichterstattung steht ein privates Bauvorhaben des CEO von TEXAID, Martin Böschen. Weiteres Thema der Artikel ist die fehlende Transparenz des Unternehmens, da bis anhin – TEXAID ist nicht börsenkotiert – keine Zahlen zum Geschäftsgang publiziert wurden. Dem hat TEXAID inzwischen Rechnung getragen und am 1. März 2019 die Geschäftszahlen offengelegt. 

Was dank dieser Berichterstattung klar wurde, ist, dass das Geschäftsmodell von TEXAID bis anhin zu wenig bekannt ist. Darum hier das Wichtigste in Kürze:

  • TEXAID wurde 1978 von sechs Schweizer Hilfswerken gegründet, um die bisher nicht aufeinander abgestimmten Altkleidersammlungen zu vereinheitlichen. Dieses Hilfswerke (Winterhilfe, Caritas, Heks, Kolping, Solidar und SRK) halten noch heute 50 Prozent des Aktienkapitals von TEXAID und bilden mit drei Vertretern die Hälfte des Verwaltungsrates.
  • TEXAID ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen und kein Hilfswerk. Entsprechend erhält Texaid keine Beiträge oder Vergünstigungen der öffentlichen Hand und ist nicht steuerbefreit. TEXAID beschäftigt insgesamt 1'200 Menschen an den Standorten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Bulgarien, Ungarn und Marokko. Mehr dazu hier.
  • In der Schweiz werden von Privaten pro Jahr 40'000 Tonnen Altkleider via TEXAID entsorgt. Davon gelangen immerhin 65 Prozent in den Second-Hand-Markt im Ausland (Deutschland, Österreich, Osteuropa und Afrika). Der Rest wird zu Putzlappen o.ä. verarbeitet oder vernichtet.
  • Texaid zahlt aus dem Sammelergebnis an diverse Schweizer Hilfswerke jährlich mehr als 7 Millionen Franken.
  • Der finanzielle Ertrag der Winterhilfe Schweiz durch die Beteiligung an TEXAID lag 2018 bei 340'000 Franken. Das sind 7,63 Prozent des gesamten Sammelertrages der Winterhilfe Schweiz inklusive Legate.
  • Auch die Winterhilfe Schweiz nimmt gut erhaltene Altkleider entgegen. Diese werden sortiert und für den Versand in unseren Kleiderpaketen vorbereitet. Bei Interesse melden Sie sich bei uns (info@winterhilfe.ch / Tel. 044 269 40 50).

Gerne stehen wir Ihnen in jedem Fall für ein klärendes Gespräch zur Verfügung. Sie erreichen unsere Medienstelle unter: 044 269 40 51 oder via medien@winterhilfe.ch.