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Ferienunterstützungen



Armutsbetroffene Familien haben oft keine Möglichkeit, sich vom belastenden Alltag zu erholen. Die Arbeit beider Elternteile zur Finanzierung des Lebensbedarfs und die gleichzeitige Betreuungs- und Erziehungspflicht für die Kinder überfordert viele Eltern. Ein Abstand zur prekären Lebenssituation, oft auch zu zusätzlichen persönlichen Problemen tut der ganzen Familie gut. Die Winterhilfe springt hier bei ausgewiesenem Bedarf ein und ermöglicht diesen Familien einfache, aber erholsame Ferien.

Auch Familien, die durch verhaltensauffällige Kinder oder wegen Eltern mit sozialen Defiziten nicht allein in die Ferien reisen können, kann die Winterhilfe die Kosten für sozialpädagogisch begleitete Ferien bezahlen.

Mit diesen Angeboten ermöglicht die Winterhilfe benachteiligten Familien in der Schweiz Ferien und damit Abstand vom Alltag. Sie können sich erholen und das System Familie wird in einem veränderten Kontext gelebt. Die Winterhilfe unterstützt neben individuellen Ferien vor allem zwei Angebote:


Ermöglichen von Ferien in REKA-Feriendörfern

Unterstützungsbeispiele

Herr Z. ist geschieden. Seine beiden Kinder sieht er nicht sehr oft, da seine Ex-Frau in eine entferntere Stadt gezogen ist. Umso wichtiger sind ihm die Ferien mit seinen Kindern. Da er wegen der Zahlung von Alimenten am Existenzminimum lebt, profitiert er gern vom Angebot der REKA-Camps „Hallo Pa!“ Die Väter werden durch einen erfahrenen Begleiter unterstützt im Bewältigen des Ferienalltags mit ihren Kindern. Während den vier Halbtagen, an denen die Kinder im Feriendorf betreut werden, findet ein geführter Gedankenaustausch unter den Vätern statt. Gemeinsame Unternehmungen der ganzen Gruppe und die von den Vätern mit ihren Kindern unternommenen «Abenteuer», sollen allen Beteiligten Erfahrungen ermöglichen, die den Kontakt von Vätern und Kindern bestärken und beflügeln.

Der Grossteil der REKA-Ferien wird von alleinerziehenden Müttern genutzt, die zum Teil allein mit ihren Kindern anreisen, zum Teil mit einer Begleitperson, die nicht im gleichen Haushalt lebt (z.B. Grosseltern-Teil, neuer Partner). Patchwork-Familien verbringen Ferien mit den Kindern aus erster Ehe und mit den gemeinsamen Kindern über die REKA-Ferienhilfe. Sogar Grosseltern, welche die Erziehungsberechtigung für ihre Enkel haben, profitieren von den Angeboten für Kinder in den REKA-Feriendörfern.

Mehr zur Reka-Ferienhilfe

Ermöglichen von sozialpädagogisch begleiteten Ferien

Unterstützungsbeispiele

Familie B. hat 3 Töchter im Teenageralter, mit deren Erziehung sie im Alltag an ihre Grenzen stösst. Die Kinder leben teilweise im Heim, dürfen aber die Ferien daheim verbringen.

Frau S. ist eine sehr junge Mutter mit zwei Buben von 7 und 8 Jahren. Sie ist im Alltag völlig auf sich allein gestellt und lebt sehr isoliert. Sie ist total verunsichert und wagt mit den lebhaften Kindern kaum das Haus zu verlassen.

Familie K. hat 5 Kinder zwischen 1 und 12 Jahren. Die Mutter ist im Alltag äusserst gefordert und die grosse Uneinigkeiten mit dem Vater der Kinder belasten die psychische Befindlichkeit aller in grossem Mass.

Für 6 Familien zusammen werden sozialpädagogisch begleitete Familienferien in einem REKA-Feriendorf organisiert. Die Betreuungskosten (Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung für die beiden Sozialpädagoginnen) betragen pro Familie CHF 1‘366. Da alle Familien am Existenzminimum oder ganz bzw. teilweise von Sozialhilfe leben, müssen die Gesamtkosten von CHF 8‘200 fremdfinanziert werden.