français Winterhilfe Schweiz

Öffnungszeiten



Die Geschäftsstelle der Winterhilfe Kanton Bern hat folgende Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr.

Am Mittwoch ist die Geschäftstelle geschlossen. Birnel kann nach telefonischer Terminvereinbarung auch am Nachmittag bezogen werden.

VON 25.07. BIS AM 01.08.2016 BLEIBT DIE GESCHÄFTSSTELLE  GESCHLOSSEN


Angebot Berufliche Beratung



In Zusammenarbeit mit dem fraw (frau arbeit weiterbildung) bietet die Winterhilfe Kanton Bern verschiedene berufliche Beratungen an. Zielgruppe: Frauen, die in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben (Existenzminimum nach SKOS). Infos und Anmeldung finden Sie hier.


Velo-Aktion



Bewegt durch den Frühling und Sommer 2016: In Zusammenarbeit mit Pro Velo, Drahtesel, Sportbörse Niederwangen und der Kulturlegi Bern startet die Velo-Aktion in die neue Saison! Für Sozialhilfebeziehende ist nur ein Bezug von Kindervelo's möglich. Es wird pro Person nur 1x ein Gutschein vergeben. Bei welchen Bezugsquellen die Gutscheine eingelöst werden können und alle weiteren Informationen entnehmen Sie unserem Flyer.

Kulturlegi-Nutzende können für ihre Kinder den Velo-Gutschein mittels Online-Formular bestellen.


Schulsack-Aktion



Familien am Existenzminimum können auch dieses Jahr wieder tolle Kindergarten-/Schulsacksets erwerben: Die Kindergartensets sind für CHF 10.--, die Primarschulsets und Oberstufenrucksäcke zu CHF 20.-- bei der Winterhilfe zu beziehen. Es kann pro Kind nur einmal von der Aktion profitiert werden. Mehr Informationen und den genauen Bestellablauf finden Sie im Flyer, die verschiedenen Sets zur Auswahl finden Sie hier.

Kulturlegi-Nutzende können für ihre Kinder ein Schulsack-Set mittels Online-Formular bestellen. Achtung: Ihr Kind muss im Besitz einer Kulturlegi sein!


Aktion Coiffure



In Zusammenarbeit mit CM Hairstylist un der Kulturlegi Bern offeriert die Winterhilfe Kanton Bern wiederum pfiffige Haarschnitte für nur CHF 5.--. Den Flyer und gleichzeitig Anmeldeformular finden Sie hier.

Kulturlegi-Inhabende können die Gutscheine hier online bestellen


Aktion Volksläufe 2016



Auch dieses Jahr können KulturLegi-Nutzende aus dem Kanton Bern in Zusammenarbeit mit der Kulturlegi Bern an verschiedenen Volksläufen kostenlos teilnehmen:

• Grand Prix Bern: 14.5.2016
• Bieler Lauftage: 9.-11.6.2016
• Schweizer Frauenlauf Bern: 12.6.2016
• Jungfrau Marathon: 9./10.9.2016
• Burgdorfer Stadtlauf: 10.9.2016
• Aarbärger Stedtlilouf: 11.9.2016
• Langenthaler Stadtlauf: 12.11.2016

Die Anmeldung und Organisation erfolgt über die Kulturlegi Bern, Onlineformular.


Vierter Sozialbericht Kanton Bern



Der vierte Sozialbericht für den Kanton Bern des Regierungsrates liegt vor. Darin wird nicht nur die ökonomische Situation der Berner Bevölkerung dargelegt, sondern auch die sozialen und kulturellen Ressourcen. Grundlage für die Armutsberichterstattung waren Steuerdaten. Inzwischen kann die Situation für den Zeitraum von 2001 bis 2013 dargestellt werden. Im Jahr 2013 waren 12.6% der Haushalte mit Personen im Erwerbsalter arm oder armutsgefährdet. Dieser Anteil entsprach etwa 42'700 Haushalten in denen rund 78'500 Personen lebten. Das mit Abstand grösste Risiko tragen Haushalte alleinerziehender Frauen. Ein hohes Risiko tragen auch Menschen, die eine Rente der ersten Säule beziehen (Invaliden-, Witwenrente). Der komplette Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden oder in Papierform bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern bestellt werden.


Winterhilfe Kanton Bern als zentrale Koordinationsstelle



Die Winterhilfe Kanton Bern führt in Zusammenarbeit mit Tischlein deck dich die Regionale Koordination für die Sozialfachstellen (RKS) in Bern Stadt und Umgebung. Sie übernimmt die zentrale Verteilung der Bezugskarten, informiert und berät die Sozialfachstellen und entscheidet über deren Kontingente. Dies gilt für die folgenden Abgabestellen: Bern Pauluskirche, Bern West (Bethlehem), Liebefeld, Ostermundigen und Kehrsatz. Mehr Infos sind direkt bei www.tischlein.ch zu finden. Das Antragsformular für eine Bezugskarte finden Sie hier.


Wie helfen wir?



So hilft die Winterhilfe - Um unseren Spenderinnen und Spendern ein Bild über unsere Tätigkeit zu vermitteln, stellen wir Ihnen nachfolgend immer wieder neue Situationen (anonymisiert) aus unserer Arbeit in der Gesuchsprüfung vor.

Helfen auch Sie uns - mit Ihrer Spende. Hier gehts zur Online-Spende.

Dankes-Mail, erhalten am 04.04.2016:

Guten Tag

Wir sind euch von ganzem Herzen dankbar, dass Sie uns das Alles ermöglichen. Eure Grosszügigkeit macht uns sprachlos. Merci, merci, merci!

Freundliche Grüsse, Fam. N.

Aktion Wintersport - Auswertung Saison 2015/2016

Die Aktion Wintersport wurde diese Saison zum ersten Mal durchgeführt. Insgesamt haben wir 199 Anfragen erhalten. Pro Anfrage wurden meist mehrere Gutscheine ausgestellt; je nach Anzahl im Haushalt lebender Personen. Bis Ende Februar wurden 197 Gutscheine eingelöst; weitere können immer noch eingelöst werden. Die bisher eingelösten Gutscheine belaufen sich betragsmässig auf ein Total von CHF 43'262.50 und bereiteten viel Freude & Dankbarkeit, wie wir mit zahlreichen Mails, Briefen und Zeichnungen erfahren durften.

Aktion Volksläufe - Auswertung 2015

Im Jahr 2015 konnten insgesamt 95 Personen, davon 34 Kinder, sportlich durch das Frühjahr 2015 rennen und gratis an einem der vier Volksläufe teilnehmen: Survival Run Thun, Grand Prix Bern, Bieler Lauftage, Schweizerischer Frauenlauf Bern. Die Winterhilfe Kanton Bern übernahm die Startkosten von Total CHF 3'198.85. Die Aktion läuft auch dieses Jahr wieder. Anmeldung und Organisation über die Kulturlegi Bern.

Rückmeldung einer Familie, die von der Wintersport-Aktion profitieren konnte:

Liebes Winterhilfe-Team Bern

Wir möchten uns nochmals ganz herzlich für den Gutschein bedanken, den wir vor Weihnachten erhalten haben. Dies war ein Super Zeitpunkt um uns das erste mal "Winterlich" auszurüsten und gleichzeitig ein Tolles Familien Weihnachtsgeschenk. Wir waren überwältigt, wie viel Auswahl es in Niederwangen hatte. Und so freundliche Beratung. War für uns ja das erste Mal das die Kinder eine Ausrüstung bekamen, und somit sehr froh, hatten Sie so Geduld mit uns ;-)

Gut Ausgerüstet konnten die Kinder Anfang Jahr in den Ski Schulsport aufs Wiriehorn und als Familie beim Grossfamilienanlass auf der Axalp mitgehen. Wir hatten Riesen Spass.

Liebe Grüsse, Fam. J.

Beitrag an Mietkaution für eine Familie

Familie C. setzt sich aus den Eltern und fünf Kindern zusammen. Das älteste ist bereits volljährig, die mittleren drei Kinder sind schulpflichtig und das jüngste ist noch zu Hause. Herr. C. ist Alleinverdiener und temporär angestellt, obwohl ihm eine Festanstellung immer wieder in Aussicht gestellt wird. Die Familie wurde auf Grund des variablen Einkommens teilzeit mit Sozialhilfe unterstützt, kann nun jedoch in die finanzielle Selbständigkeit abgelöst werden. Sie werden allerdings nach wie vor mit einem knappen Budget haushalten müssen. Kürzlich musste die Wohnung gekündigt werden, da diese mit Schimmel befallen war und das jüngste Kind allergisch reagierte. Die Wohnungsuche für die 7-köpfige Familie gestaltete sich schwieriger als erwartet. Sie erhielten Absagen, weil sie zu viele Kinder hätten. Nach langer Suche wurde eine Wohnung gefunden. Allerdings muss die Familie eine Mietkaution von drei Mietzinsen hinterlegen. Geld, welches die Familie nicht zur Verfügung hat. Die Winterhilfe beteiligt sich mit einem Beitrag an der Kaution; gemeinsam mit drei anderen Stiftungen. So kann der Familie zu einem Neustart ohne finanzielle Vorbelastungen verholfen werden.

Vor Weihnachten konnten wir 123 Familien mit Kindern Gutscheine von CHF 150.- als Weihnachtsüberraschung zustellen. Die Freude war gross. Lesen Sie hier einige Dankesbriefe:

Als ich heute Ihren Brief öffnete und die Coop Gutscheine sah , traf mich fast der Schlag. Ich danke Ihnen allen von ganzen Herzen. Das ist sehr grosszügig und bereitet uns grosse Freude. Merci merci viu viu mou

Völlig überrascht entnahm ich heute Ihren Brief aus meinem Briefkasten. Der Inhat des Couverts hat mich völlig umgehauen und zu Tränen gerührt!!! So grösszügig und lieb und so hilfreich sind die Geschenkkarten. Ich möchte Ihnen von Herzen danken für diese liebe Geste!! Dieser Brief kommt gerade zur rechten Zeit. So ligt es doch noch in meinem Budget mit meinen Kindern guetzli zu backen! Ich danke euch. Danke danke.

Von ganzem Herzen dankt die ganze Familie für die geleistete Hilfe im 2015. Wir sind unendlich froh, demütig dankbar, dass es Sie gibt. Denn auch in der reichen Schweiz gibt es Not. Das Engangement der Winterhilfe ist vorbildlich; es lindert wirksam Not und gibt den Bedürftigen etwas mehr Luft zum Atmen.

Ich möchte mich, auch im Namen meines Sohnes, ganz herzlich bedanken! Ihr Weihnachtsgeschenk kam völlig unerwartet und hat uns sehr berührt. Da ich kein 13tes Monatsgehalt beziehen kann und Monat für Monat mich finanziell durchwursteln muss, können wir die CH 150.- mehr als gebrauchen. So konnte ich meinem Sohn zwei neue Hemden für den Winter kaufen und vom Rest unser Weihnachts- und Silvesteressen finanzieren. Mein Arbeitgeber hat leider einen für meine Einsätze wesentlichen Auftrag verloren. Dies hattezur Folge dass ich kurz vor der erneuten Arbeitslosigkeit stand. Da wohl meine Arbeit geschätzt wird, kann ich bleiben und mit einem 85% Vertrag weiter arbeiten. Dies hat leider finanzielle Auswirkungen auf mein Einkommen. Hinzu kommt das bis heute mein Sohn leider noch keine Lehrstelle per August 2016 finden konnte. Wir bleiben natürlich weiterhin am Ball.Nochmals herzlichen Dank und alles Gute im 2016!

Bettenbestellung eines Sozialdienstes

Frau M. lebt in einer Vorortsgemeinde von Bern. Sie ist alleinerziehend, hat zwei Kinder und wird vom Sozialdienst unterstützt. Frau M. hat kein Bett. Damit sie ihren Kindern etwas leisten kann, stellt sie ihre Bedürfnisse klar zurück. Frau M. hat bisher auf dem Boden auf einer Matratze geschlafen. Die zuständige Sozialarbeiterin bestellt auf Rechnung bei der Winterhilfe ein neues Bett für Frau M., welches der Sozialdienst über die „situationsbedingten Leistungen“ nach SKOS finanziert.

Nachhilfeunterricht und Stromrechnung einer Working Poor Familie

Die fünfköpfige Familie C. lebt in einer bernischen Gemeinde. Die beiden älteren Kinder besuchen die Grundschule. Die Eltern können sie bei den Aufgaben wegen mangelnder Sprachkompetenzen nicht gut unterstützen und haben für beide Kinder Nachhilfeunterricht organisiert – dies wurde auch von der Klassenlehrerin unterstützt. Frau C. ist schwanger, sie erwartet ihr viertes Kind. Herr C. hat vor kurzem seine Stelle verloren, ist aber bereits wieder im ersten Arbeitsmarkt zu 100% angestellt; jedoch im Vergleich zum früheren Arbeitgeber mit einer Lohneinbusse von rund CHF 1000.--/Monat. Die Familie hätte dadurch Anspruch auf eine Teilunterstützung durch den Sozialdienst, was sie aber derzeit noch vehement ablehnt. Die Familie wurde vom Sozialdienst der Gemeinde informiert, dass langfristig und mit der Geburt des vierten Kindes wohl eine Anmeldung unumgänglich wird. Der beratende Sozialarbeiter reicht ein Gesuch für einen Beitrag an die Nachhilfekosten der grösseren Kinder sowie eine offenen Stromrechnung ein, welche die Winterhilfe übernimmt.

Ausbildung

Frau C. hat sich bei der Winterhilfe für eine Gesuchsanfrage an eine Ausbildung gemeldet. Sie ist Mutter von zwei Kindern, ihr Mann ist Alleinverdiener. Da die Familie unter dem Existenzminimum, jedoch ohne Sozialhilfe lebt, möchte sie eine Ausbildung machen. Wir triagieren sie an eine geeignete Beratungsstelle weiter, damit eine nachhaltige berufliche Integration aufgegleist werden kann. Sie meldet sich bei der spezialisierten Beratungsstelle in Biel und reicht das Gesuch über die zuständige Beraterin ein. Die Winterhilfe kann sich an ihrer Ausbildung beteiligen und so Frau C. beim Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt unterstützen.

diverse offene Rechnungen für alleinerziehende Mutter

Frau K. lebt mit ihren zwei Kindern in einer 2-Zimmerwohnung in der Stadt Bern. Sie ist alleinerziehend und im Stundenlohn angestellt. Für die beiden Kinder erhält sie Alimente. Da Frau K. bei der Geburt ihrer Kinder über keinen Berufsabschluss verfügte, holt sie diesen nun nach. Stipendienberechtigt ist sie aufgrund ihres Alters nicht. Sie finanziert sich die Ausbildung mit dem geringen Zusatzverdienst und hat keinerlei weitere Unterstützung. Durch eine Krankheit des älteren Sohnes während mehrerer Wochen entstanden hohe Arzt- und Medikamentenkosten, die das Budget sprengten. Zudem musste Frau K. immer wieder die Arbeitsstelle früher verlassen, um Ihrem Sohn die nötige Betreuung zu gewährleisten, was sich wiederum auf Ihren Lohn auswirkte, da sie im Stundenlohn angestellt ist. Durch all diese Umstände häuften sich unbezahlte Rechnungen an. Die Winterhilfe greift Frau K. mit der Übernahme von Selbstbehaltsrechnungen, der Tagesschul-Rechnung sowie einer noch offenen Nebenkosten-Abrechnung unter die Arme.

Zahnarztkosten & neue Matratze

Die fünfköpfige Familie lebt im Berner Oberland. Beide Elternteile arbeiten Teilzeit und teilen sich die Kinderbetreuung untereinander auf. Die Familie musste aus einer günstigen Wohnung ausziehen, da der Vermieter Eigenbedarf ankündigte. Dieser Umzug brachte die Familie in eine finanzielle Notlage, da monatlich nun mehr Miete anfällt und eine Pensumserhöhung bei beiden Arbeitgebern nicht in Frage kommt. Frau I. musste sich wegen Schmerzen einer Zahnbehandlung unterziehen. Diese kann durch die Winterhilfe zum Sozialtarif (TP-Wert 3.10) vergütet werden. Zudem benötigt das Paar eine neue Matratze, die über die Bettenhilfe bestellt wird.

Heiz- und Nebenkosten

Frau F. leidet an einer chronischen Krankheit mit schubweisem Verlauf. Sie musste daher ihre Arbeitstätigkeit auf 50% reduzieren. Sie arbeitet nun im Stundenlohn und ihr Einkommen ist schwankend. Seit mehreren Jahren wird sie vom Sozialdienst der Gemeinde beratend, jedoch nicht finanziell, unterstützt – obwohl sie mit ihrem Budget am, teils unter dem Existenzminimum liegt. Die laufenden Rechnungen kann Frau F. meist begleichen, da sie sehr bescheiden lebt. Die aktuelle Heiz- und Nebenkostenabrechnung sprengt jedoch das knappe Budget. Die beratende Sozialarbeiterin stellt bei der Winterhilfe ein Gesuch. Der Betrag wird direkt der Immobilienverwaltung überwiesen, zudem können Frau F. weitere Angebote für Personen am Existenzminimum empfohlen werden. 

Bettenbestellung 

Familie B. lebt in eher beengten Verhältnissen in einer 4-Zimmerwohnung in der Stadt Bern. Die Familie besteht aus den Eltern und 5 Kindern. Die Kinder haben keine eigenen Betten. Den Platzverhältnissen entsprechend sind Etagenbette optimal, die der Sozialdienst bei der Winterhilfe auf Rechnung bestellt.

Beitrag an Zahnbehandlung

Die Familie N., wohnhaft in einer bernischen Agglomerationsgemeinde, hat sich bei der Beratungsstelle der katholischen Kirche wegen einer finanziellen Notlage gemeldet. Die vierköpfige Familie mit zwei Mädchen lebt von den Einkommen beider Eltern. Der Mann ist während der Arbeitszeit auf dem Bau verunfallt und erhielt dadurch während sechs Wochen nur 90% seines normalen Verdienstes. Die Familie lebt schon mit dem normalen Verdienst am Existenzminimum, mit dieser Lohneinbusse wurde es sehr eng. Vor dem Unfall wurde mit der Steuerverwaltung eine Ratenzahlung vereinbart und es wurde eine Nebenkostenabrechnung fällig. Weitere Zusatzkosten ergaben sich durch das Skilager einer Tochter und eine fällige Zahnbehandlung. Die finanzielle Notlage kann mit einem Beitrag der Winterhilfe überbrückt werden und der Vater kann in Kürze wieder 100% arbeiten, wodurch das Budget stabil gehalten werden kann.

Nebenkosten für einen Working Poor

Herr V. ist Schweizer und lebt in einer Agglomerationsgemeinde. Er musste sich auf Grund seines sehr geringen Verdienstes beim Sozialdienst für eine Teilunterstützung anmelden. Die laufenden Kosten können nun durch einen Beitrag der Sozialhilfe bezahlt werden. Jedoch ist noch eine Rechnung  für die vergangene Heizperiode offen, die nicht durch den Sozialdienst beglichen werden kann (stammt aus der Zeit vor der Unterstützung). Die Winterhilfe übernimmt die offenen Nebenkosten aus dem letzten Jahr und entlastet damit das Budget von Herr V. merklich.

Deutschkurs

Herr T. lebt seit einigen Jahren in der Schweiz und ist mit einer Schweizerin verheiratet. Aus gesundheitlichen Gründen ist er seit einiger Zeit ohne Arbeit, seine Stempelzeit ist abgelaufen. Seine Frau arbeitet und sorgt für den Unterhalt. Herr T. ist noch jung und möchte einfachere Arbeiten in einem Büro oder Lager ausführen können. Hierfür müsste er jedoch noch seine Deutschkenntnisse verbessern, weshalb eine Beratungsstelle im Raum Bern eine Anfrage bei der Winterhilfe für einen Intensiv-Deutschkurs macht. Der Beitrag der Winterhilfe ermöglicht ihm eine Neuorientierung und der Einstieg in die Berufswelt gelingt.

Überbrückungshilfe

Frau N. und Herr K. hatten sich vor vielen Jahren kennen und lieben gelernt. Sie verbrachten als Teenager drei Jahre in einer Beziehung. Beide wurden erwachsen und ihre Wege trennten sich. Vor knapp vier Jahren fanden Sie sich wieder und pflegten anfänglich eine intensive Fernbeziehung, was insbesondere für den 6-jährigen Sohn von Frau N. nicht einfach war. Zur Stabilität der Familie entschlossen sie sich zu heiraten und sich am Wohnort von Frau N. und ihrem Sohn niederzulassen. Doch die Situation stellt die Familie vor neue Herausforderungen. Frau N. hat eine Arbeitsstelle und konnte nun ihr Pensum auf 80% aufstocken. Herr K. hat noch keine Arbeit, ist aber im Gespräch mit einer Gerüstbaufirma und kann voraussichtlich nach der Winterpause eine Stelle antreten. Die Familie stellt ein Gesuch zur Überbrückung. Die Winterhilfe Kanton Bern beteiligt sich an den offenen Gesundheitskosten und stellt der Familie Migros Gutscheine zur Entlastung des Haushaltsbudgets zu. Zudem werden der Familie verschiedene Kontakt- und Beratungsstellen vermittelt, wo sie sich Hilfe und Beratung holen können.

Mietkosten

Frau E. lebt mit ihren beiden Kindern in einem Vorort von Bern und arbeitet zu 80% als Büroangestellte. Grundsätzlich kommt sie gut über die Runden, jedoch fallen aktuell für den älteren Sohn hohe Ausbildungskosten an, die teilweise durch Stipendien gedeckt werden können. Da jedoch das Budget knapp über dem Existenzminimum liegt, sind zusätzliche Ausgaben für Schulmaterial für die Haushaltskasse sehr belastend. Frau E. ist mit einem Mietzins im Rückstand und hat deshalb bereits die Kündigungsandrohung seitens des Vermieters erhalten. Die Winterhilfe übernimmt eine Monatsmiete, wofür die Familie E. sehr dankbar ist.

offene Krankenkassenprämien für Working Poor Ehepaar

Frau O. hat sich an die Kirchgemeinde Ihres Wohnortes gewandt, mit der Bitte, ihr beim Ausfüllen des Gesuches an die Winterhilfe behilflich zu sein. Frau O. arbeitete 19 Jahre beim Kanton bis ihre Stelle aufgelöst wurde. Es gelang ihr nicht, eine neue gleichwertige Stelle zu finden, daher arbeitet sie seither als Zeitungsverträgerin mit verschiedenen Aufträgen. Es ist ihr sehr wichtig, nicht auf Sozialhilfe-Unterstützung angewiesen zu sein und ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren zu können. Dank ihrem Engagement als Hauswartin sind die Mietkosten tiefer. In guten Monaten erreicht sie ein Einkommen um die CHF 3‘000.--, welches ihr und ihrem Mann (auch auf Jobsuche) zum Überleben reicht. Leider fiel kürzlich ein Zeitungsverteilauftrag für eine begrenzte Zeit aus. Daher ergaben sich zwei offene Krankenkassenprämien, welche die Winterhilfe Kanton Bern dem Versicherer direkt überweist. Damit kann sich die angespannte, finanzielle Lage der beiden Eheleute merklich entschärfen.

Stromrechnung

Die Familie G. lebt mit den beiden Töchtern im Berner Oberland. Frau G. arbeitet zu 100% (im Stundenlohn) als Reinigungsmitarbeiterin in einem Hotel. Es gibt immer wieder Monate, wo das Einkommen der Familie unter dem Existenzminimum liegt und die Familie zwischenzeitlich durch den regionalen Sozialdienst unterstützt wird. Seit einigen Monaten nun wurde die Familie nicht mehr mit Sozialhilfe unterstützt. Jedoch hat sich Herr G. mit einer hohen Stromrechnung an die zuständige Sozialarbeiterin gewandt. Diese wiederum kann die Kosten auch nicht über übernehmen, da die Familie G. aktuell ohne Sozialhilfe lebt und stellt ein Gesuch an die Winterhilfe Kanton Bern. Das Budget der Familie wird entlastet, in dem die Winterhilfe die offenen Stromkosten direkt dem Rechnungssteller begleicht. 

Wurzelbehandlung beim Zahnarzt

Frau T. ist alleinerziehende Mutter einer 14-Jährigen Tochter und wohnt im Berner Oberland. Bis im letzten Jahr wurde sie durch die Sozialhilfe teilunterstützt. Auf anfangs Jahr konnte sie ihr Arbeitspensum erhöhen und wurde daher vom Sozialdienst abgelöst. Fast zeitgleich ergab eine Kontrolle beim Zahnarzt, dass Sie sich einer Wurzelbehandlung zu unterziehen habe. Der Kostenvoranschlag lag über ihrem Budget, da auch ihre Tochter vor kurzem eine Zahnspange benötigt hatte. Die Winterhilfe zahlt einen Beitrag an die Rechnung zum Sozialtarif (Tp-Wert 3.10).

Beitrag an Schuldensanierung (Ausnahmefall auf Grund beruflicher Situation)

Frau G. hat die Bürolehre absolviert und anschliessend an verschiedenen Stellen gearbeitet. Mit knapp 20 Jahren hat sie innert wenigen Monaten ihre Grossmutter und ihre Mutter verloren. Es folgten psychische Krisen, daraufhin Schulden und Lohnpfändungen. An ihrer letzten Stelle, wo sie 12-Stunden Schichten in einem Call-Center arbeitete, erfolgte schliesslich ein Zusammenbruch. Frau G. musste stationär behandelt werden. Im Rahmen eines geschützten Arbeitseinsatzes ergab sich nun eine 60% Festanstellung – unter der Bedingung, dass die Schulden saniert werden. Dies ist für Frau G. eine einmalige Chance, endlich eine gesicherte Arbeitssituation zu haben, wo sie sich wohl fühlt und sich ihren Lebensunterhalt verdienen kann. Eine professionelle Schuldenberatungsstelle fragt nun bei der Winterhilfe an, einen Teilbetrag an den Kostenvorschuss des Privatkonkurses zu übernehmen, welcher in dieser speziellen Situation finanziert wird.

Heimaturlaub

Die Familie P., wohnhaft im Gürbetal, ist bereits seit längerer Zeit auf Sozialhilfe angewiesen, obwohl beide Elternteile einer Voll- resp. Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Es ist eine klassische Working Poor Familie, die auch mit dem Einkommen der Frau die Existenz nicht ganz decken kann. Da sich diese Situation bereits über mehrere Jahre erstreckt, konnte sich die Familie keine Ferien leisten, geschweige denn, sich Geld ansparen für eine Reise in die Türkei, woher die Eltern stammen. Die Familie P. wünscht sich, wieder einmal in die Türkei gehen zu können, um den Kindern die Heimat resp. das Herkunftsland zu zeigen und die Verwandten zu besuchen. Die Winterhilfe kann die Hälfte der Flugkosten durch den Fonds „Heimaturlaub“ finanzieren, der restliche Betrag übernimmt die Familie selbst.

Miete

Herr M. nimmt die Beratung einer Berner Beratungsstelle regelmässig in Anspruch, um sich bei seinen finanziellen Angelegenheiten beraten zu lassen. Er verlor vor drei Jahren seinen Arbeitsplatz, an dem er viele Jahre gearbeitet hatte. Her M. hat eine neue Anstellung in einer Bäckerei im Stundenlohn gefunden. Er arbeitet immer nachts und hat ein schwankendes Einkommen. Während der Ferienzeit musste er zwei Wochen Ferien beziehen und erhielt dadurch weniger Lohn. Aus diesem Grund kann er die Miete nicht zahlen. Die Winterhilfe finanziert diese einmalig, damit er keine Probleme mit seinem Vermieter erhält.

Nachhilfeunterricht, Kleider, Zahnbehandlung und Kosten für die Mitgliedschaft beim Fussballclub

Die fünfköpfige Familie B. lebt in einem Vorort von Bern. Sie leben vom Einkommen des Vaters, welcher als Lagerist tätig ist. Es stehen im Moment verschiedene Rechnungen an, die von der Familie zurzeit nicht getragen werden können. Nach eingehender Überprüfung des Budgets und nach diversen telefonischen Kontakten mit der Familie wie auch dem Sozialdienst der zuständigen Gemeinde, konnte die Winterhilfe die Familie finanziell entlasten. Sie übernimmt eine Zahnbehandlung, hat der Familie Kleider-Gutscheine zugestellt und sich an den Kosten für den Nachhilfeunterricht des Sohnes beteiligt. Zudem wurde bei der Winterhilfe Schweiz in Zürich ein Gesuch für den Fonds zur „Förderung benachteiligter Kinder“ gestellt, damit die Kosten für die Mitgliedschaft des Fussballclubs übernommen werden können.

Kleider und Überbrückungshilfe

Seit mehreren Jahren wird die Berner Familie T. durch eine Beiständin beraten und begleitet. Hr. T. arbeitet zu 100% als Fahrer. Aufgrund seiner Ausbildung und seines Alters ist es schwierig, einen anderen Arbeitsplatz zu finden. Frau T. kann aufgrund eines Unfalls und daraus resultierenden Rückenproblemen nicht arbeiten. Sie betreut die gemeinsame, 7-jährige Tochter. Die Familie musste mit Sozialhilfegeldern unterstützt werden, kann nun jedoch mit dem Einkommen  wieder für sich selbst sorgen, auch wenn das Budget sehr knapp ist – doch die Familie ist stolz, dass sie sich beim Sozialdienst abmelden konnte. Die Tochter benötigt neue Schuhe und Kleider. Bis anhin konnte sie die Kleider der Cousinen nachtragen. Herr T. bräuchte neue Arbeitsbekleidung. Frau T. leidet an Diabetes und hat in letzter Zeit zugenommen, auch sie benötigt neue Kleidung. Die Winterhilfe lässt der Familie Kleider-Gutscheine zukommen und entlastet das Familienbudget mit der Begleichung der Nebenkostenabrechnung.

Krankenkasse und Nebenkosten

Frau T. ist seit Kurzem in einem Psychiatriezentrum hospitalisiert. Sie lebt in einem kleinen Dorf im Seeland, ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 6 und 10 Jahren. Ihr Mann arbeitet 100%, sie 80%. Den Haushalt hat Frau T. grösstenteils selber bewältigt. Am Mittag ist sie immer nach Hause zu den Kindern gefahren, die Schwiegermutter übernahm die Kinderbetreuung. Dank ihrem sorgfältigen, überlegten Einteilen des monatlichen Einkommens konnte sie die laufenden Verpflichtungen inkl. der Haushaltungskosten immer gut „jonglieren“, so dass die Familie nicht in eine Schuldenspirale geraten ist. Die jährlichen Steuern zahlte Frau T. immer vom 13. Monatslohn. Doch während den letzten Jahren geriet Frau T. an ihre physische und psychische Belastungsgrenze. Im Frühjahr 2012 meldeten sich körperliche Beschwerden, es folgten psychische Probleme. Frau T. suchte sich Hilfe und Unterstützung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes. Sie hat einen sehr verständnisvollen Arbeitgeber, sodass ihre Anstellung derzeit nicht gefährdet ist. Vor kurzem wagte sich Frau T. in einem Beratungsgespräch, die sehr belastende finanzielle Situation anzusprechen. Die Familie benötigt in der momentanen Lage punktuelle, finanzielle Entlastung. Diese wird mit verschiedenen Fondsgesuchen ersucht. Die Winterhilfe Kanton Bern übernimmt die Krankenkassenprämien für die Familie für einen Monat sowie eine Nebenkostenrechnung.

Zahnbehandlung zum Sozialtarif

Die Familie Y. aus einer kleinen Gemeinde im Berner Oberland hat sich aufgrund finanzieller Engpässen auf dem Sozialdienst für eine Beratung angemeldet. Die Bedürftigkeit der Sozialhilfe wurde überprüft, die Familie ist jedoch knapp über dem Existenzminimum und daher nicht sozialhilfeberechtigt. Herr Y. arbeitet als Vollzeitangestellter in der Küche eines Spitals. Seine Frau ist stundenweise als Raumpflegerin tätig. Die beiden Töchter sind 9- und 11-jährig. Die Familie lebt in sehr bescheidenen Verhältnissen. Frau Y. musste sich wegen Schmerzen in eine zahnärztliche Behandlung begeben. Die Behandlungskosten kann die Familie aufgrund des geringen Einkommens nicht bezahlen. Gemeinsam mit dem Fonds der Gemeinde übernimmt die Winterhilfe Kanton Bern die Zahnarztkosten zum TP-Wert 3.10 (Sozialtarif).

Überbrückung bis die Arbeitslosenversicherung zahlt

Die Familie N., wohnhaft in einem Vorort von Bern, hat sich mit der Bitte um finanzielle Beratung an die zuständige Kirchgemeinde gewendet. Herr N. war zu 100% auf dem Bau als Reinigungskraft festangestellt. Auf Grund der schlechten Arbeitslage kündigte ihm sein Arbeitgeber. Seither ist Herr N. auf Stellensuche. Bereits als er noch arbeitete, lebte die Familie in sehr knappen finanziellen Verhältnissen. Für eine Zahnarztrechnung beantragte Herr N. damals beim Arbeitgeber einen Vorschuss, den er auch erhalten hat. Ausserdem bezog er im Auftrag des Arbeitgebers Ferien. An seinem ersten Arbeitstag nach den Ferien erhielt Herr N. die Kündigung. Nun wurden ihm vom letzten Lohn der Vorschuss sowie die Ferientage abgezogen, was dazu führte, dass in diesem Monat die Miete wie auch die Krankenkasse nicht bezahlt werden konnten. Die Winterhilfe sowie die örtliche Kirchgemeinde unterstützt die Familie mit einem Beitrag, bis die Mittel aus der Arbeitslosenkasse ausbezahlt werden.

Übernahme von Selbstbehalt- und Franchisekosten nach Spital-Aufenthalt

Familie P. mit ihren zwei schulpflichtigen Söhnen wohnt in einem Dorf im Simmental. Aufgrund von psychischen Problemen war Frau P. zwei Monate im Psychiatriezentrum Münsingen hospitalisiert. Seither wird sie durch ambulante Psychotherapie begleitet und für die Unterstützung im Alltag der Familie ist die psychiatrische Spitex zuständig. Herr P. ist zu 100% angestellt und Alleinverdiener in der Familie, die Einnahmen decken im Normalfall gerade die Ausgaben der Familie. Bis anhin konnte für besondere Auslagen auf das Ersparte zurückgegriffen werden, doch dieses Geld ist nun aufgebraucht. Ziel und Wunsch von Frau P. ist es, dass sie einen Zusatzverdienst erzielen kann – doch im Moment ist dies durch die bedingte Belastbarkeit von ihr kurzfristig nicht möglich. Die Winterhilfe Kanton Bern beteiligt sich an Rechnungen für Selbstbehalt und Franchise des Spitalaufenthaltes von Frau P., für welche der Sozialdienst des Psychiatriezentrums anfragt.

Beitrag an doppelte Mietzinskosten

Frau L. und ihre zwei Kinder werden seit der Trennung des Ehepaars durch die Sozialen Dienste unterstützt. Sie sind wohnhaft in einer kleinen Gemeinde im Berner Oberland. Weil die Miete ihrer bisherigen Wohnung die Limite der Sozialhilfe übersteigt, musste Frau L. eine neue, günstigere Wohnung suchen. Diese wurde gefunden, jedoch einen Monat früher als die alte Wohnung abgegeben werden konnte. Die Trennungsvereinbarung sieht vor, dass die Miete der alten Wohnung je zur Hälfte von beiden Ehegatten getragen werden muss. Frau L. kann für ihren Beitrag nicht aufkommen, die Winterhilfe Kanton Bern übernimmt die Kosten.

Offene Krankenkassenprämien

Herr S. schrieb uns folgenden Brief (Auszug): «Ich bin gegenwärtig der einzige Verdiener in unserer Familie (2 Erwachsene, 5 Kinder Jg. 05/06/09/10/12). Meine Frau ist zurzeit Hausfrau und mit der Aufsicht und Pflege unserer Kinder beschäftigt. Dadurch sind unsere finanziellen Mittel leider beschränkt. In den letzten zwei Monaten hatten wir mehr Auslagen als sonst (Zahnarztrechnung, Arztrechnungen, Steuerrechnung 2011). Deshalb sind wir in Verzug mit den Krankenkassenprämien geraten. Wegen dieser finanziellen Notlage wenden wir uns an Ihre Organisation um eine finanzielle Unterstützung. Wir danken zum Voraus für eine wohlwollende Prüfung und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung». Die Winterhilfe prüfte die finanziellen Hintergründe der Familie und stellte fest, dass diese deutlich unter dem Existenzminimum lebt. Die offenen Krankenkassenprämien konnten übernommen werden, zudem wurde das Angebot gemacht, im Rahmen unserer letztjährigen Jubiläumsaktion eine Ferienwoche in der Schweiz zu verbringen.

Zahnarztrechnungen der Kinder

Seit 2000 wird die Familie B. vom Amt für Erwachsenen und Kindesschutz in Bern im Rahmen einer Beistandschaft begleitet. Herr B. arbeitet bereits seit vielen Jahren bei einer Reinigungsfirma zu deren vollsten Zufriedenheit. Leider wurde er nie festangestellt und arbeitet daher immer noch im Stundenlohn. Auch eine Lohnanpassung hat in all diesen Jahren, auch mit Hilfe von Interventionen der Sozialarbeiterin, nie stattgefunden. Bis Ende 2010 konnte Herr B. 50 Arbeitsstunden die Woche leisten. Im Januar 2011 wurde der neue Gesamtarbeitsvertrag eingeführt, der eine maximale Arbeitszeit von 42 Stunden/Woche vorsieht. Dies hat das sowieso bereits knappe Budget der Familie geschmälert. Herr B. kümmert sich intensiv um eine neue oder zusätzliche Arbeitsstelle, bisher leider ohne Erfolg. Seine Frau plant nach dem Kindergarteneintritt des jüngsten Kindes wieder in das Erwerbsleben einzusteigen. Eine Anmeldung beim Sozialdienst lehnt die Familie vehement ab. Vor einem Jahr musste die Familie zudem wegen Totalsanierung des Hauses in eine neue Wohnung umziehen. Auch hier sind Mehrkosten aufgrund einer teureren Miete angefallen. Die Beiständin fragt für einen Beitrag an die offenen Zahnarztrechnungen der Kinder an. Die Winterhilfe unterstützt diese Working Poor Familie.

Offene Krankheitskosten

Herr G., wohnhaft in einem Quartier von Bern, arbeitet zu 100% als Logistiker bei einer Elektrofirma und ist Alleinverdiener. Seine Frau kümmert sich fürsorglich um die fünf Kinder, das jüngste ist in diesem Jahr geboren. Die Familie lebt deutlich unter dem Existenzminimum, einen Gang zum Sozialdienst wollen sie jedoch mit allen Mittel verhindern. In den letzten zwei Monaten sind ausserordentliche Ausgaben wie Zahnarzt- und Arztrechnungen angefallen, die das Budget der Familie stark belasten. Wegen der finanziellen Notlage gelangt die Familie an die Winterhilfe Kanton Bern, die sich mit einem Beitrag an die offenen Selbstbehaltrechnungen der Krankenkasse beteiligt und der Familie weitere Fondsadressen zur Verfügung stellt.

Überbrückungshilfe

Familie B. wohnt in einem Vorort von Bern, die Kinder sind 9- und 11-jährig. Frau B. arbeitet 50% als Reinigungskraft in einem Spital, Herr B. hat vor zwei Monaten seine Stelle als Hilfsarbeiter verloren, weil sein Arbeitgeber Konkurs anmelden musste. Von der Arbeitslosenversicherung erhält er nun 80% seines vorherigen Einkommens, zudem wurde im ersten Monat wegen der üblichen Sperrtage nicht das volle Taggeld ausbezahlt. Dies führte zu einem finanziellen Engpass, der die Winterhilfe durch die Übernahme einer Miete überbrücken hilft. Ausserdem kann die Familie dank einer Berechtigungskarte nun bei einer anderen Organisation günstig Lebensmittel beziehen, womit das angespannte Budget entlastet wird.

Beitrag an eine dringende Zahnbehandlung

Frau P. ist geschieden, wohnhaft in Bern, hat drei Kinder, das jüngste ist 16 Jahre alt und hat soeben eine Ausbildung begonnen. Die beiden älteren Kinder sind ausgezogen, eines davon ist auch noch in Ausbildung. Sie arbeitet zu 80% bei einem Spitexbetrieb und kann mit Ihrem Einkommen die alltäglichen finanziellen Auslagen knapp tragen. Jedoch hat Frau P. grosse Probleme mit ihren Zähnen und es ist unumgänglich, diese behandeln zu lassen. Sie verfügt über einen Kostenvoranschlag des Zahnarztes, welcher zum Sozialtarif (TP-Wert 3.1) ausgestellt ist und der bestätigt, dass die Behandlung einfach und zweckmässig ist. Die Beratungsstelle, von der sie bereits seit einiger Zeit begleitet und beraten wird, fragt die Winterhilfe Kanton Bern für einen finanziellen Beitrag an, damit sich Frau P. nicht verschulden muss. Zudem werden zwei weitere Fonds angefragt. Die Winterhilfe beteiligt sich an den anstehenden Kosten.

Einen Drittel an die Ausbildungskosten "Pflegehelfer/-in SRK"

Herr L. lebte mehrere Jahre in der Westschweiz, als er nach der Trennung nach Niederbipp zog, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Er war beim Sozialdienst angemeldet und meldete sich mit der Hilfe der zuständigen Sozialarbeiterin für den SRK-Pflegehelferkurs an. Sein Ziel war es, wieder selbständig leben zu können. Er suchte von sich aus einen Ausbildungsplatz. Den Kurs wird er in Kürze abschliessen können, eine 100% Arbeitsstelle in einem Alters- und Pflegeheim hat er bereits gefunden, das Sozialhilfedossier kann kurzum geschlossen werden. Die Winterhilfe Kanton Bern finanziert einen Drittel der Kurskosten gemeinsam mit zwei anderen Stiftungen.

Einmalige Übernahme von Mietkosten

Frau L. lebt mit ihrer Tochter zusammen. Sie arbeitet zu 80% als Pflegehelferin, die Tochter hat eine Lehre als medizinische Praxisassistentin begonnen. Die beiden Frauen leben trotz Kinderalimenten und zwei Einkommen knapp unter dem Existenzminimum. Durch einen gerade erst erfolgten Umzug in eine günstigere Wohnung, sind ausserordentliche Kosten angefallen, die das Budget aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Die Winterhilfe Kanton Bern unterstützt Frau L. und ihre Tochter mit der einmaligen Übernahme einer Monatsmiete.

Finanzielle Unterstützung an Kinderbetreuungs- & Spitexkosten einer jungen Familie

Frau O. wird vom Sozialdienst beraten, die Familie lebt ganz knapp über dem Existenzminimum und erhält keine Sozialhilfe. Seit der Geburt von ihren zwei Kindern leidet Frau O. an einer Krankheit, die ihr eine Tätigkeit unmöglich machen. Sie lebt mit ihren Kindern und dem Partner zusammen, welcher als Kurier zwischen morgens 9.00 Uhr und Mitternacht arbeitet. Er kann sie in der Kinderbetreuung und im Haushalt daher nur an den Wochenenden unterstützen. Frau O. ist zu Hause und kümmert sich so gut es mit ihrer Krankheit geht um die Kinder und den Haushalt. Bereits vor einem Jahr hat sie sich für einen Kita-Platz beworben - es besteht aktuell eine Warteliste von drei Jahren. Mittels der Mutter-Kind-Beratung wurde versucht, eine Tagesmutter zu organisieren, doch niemand ist bereit die Zwillinge in einem so jungen Alter zu betreuen. Einzig der Hütedienst des SRK hat sich bereit erklärt, Frau O. mit 15 Stunden pro Woche zu unterstützen. Zudem erhält Frau O. eine kleine Unterstützung der Spitex im Haushalt. Die Kosten für die beiden Entlastungsangebote übersteigen jedoch das Budget der Familie, da diese am Existenzminimum lebt und daher keine grossen Sparmöglichkeiten hat. Der Sozialdienst fragt die Winterhilfe und drei andere Stiftungen für einen Teilbetrag an - die Winterhilfe beteiligt sich am Finanzierungsplan.